Tempelhof galt zu Recht als die Wiege der Luftfahrt. Der Name Tempelhof ist eng mit dem Beginn des Motorflugs verbunden.
Am 4. September 1909 hob erstmals in Deutschland ein Motorflugzeug für einige Minuten vom Boden ab. Der Amerikaner Orville Wright leitete auf dem Tempelhofer Feld mit seinem Flugapparat das Zeitalter des Motorflugs in Deutschland ein.
Die Flugtechnik entwickelte sich rasant weiter: am 8. Oktober 1923 wurde Tempelhof der Status "Flughafen Berlin" erteilt. Der Zentralflughafen Tempelhof entwickelte sich zum größten Drehkreuz Europas und wurde für die am 6. Januar 1926 gegründete Deutsche Lufthansa AG zum Heimatflughafen.
1936 wurde der Flughafen so gebaut, wie ihn die Fluggäste bis zu letzt erlebt haben: mit seinem halbrunden Gebäude und gewaltigen Vordach wurden 6 Millionen Passagiere im Jahr abgefertigt. Für die damalige Zeit eine unvorstellbare Zahl.
Die größte Bedeutung bekam der Flughafen Berlin-Tempelhof am 24. Mai 1948 - die Sowjetunion verhängte eine totale Blockade über die Stadt: die Alliierten reagierten prompt und starteten die legendäre Luftbrücke - über drei Luftkorridore aus Richtung Hamburg, Hannover und Bayern wurde die gesamte Stadt über den Luftverkehrsweg ernährt. Alle Flugzeuge landeten und starteten auf dem Flughafen BERLIN-TEMPELHOF.
Am 30. Oktober 2008 wurde der Flughafen Berlin-Tempelhof für immer geschlossen und diese Webseite gestartet. |